Beiträge von Lille

    Das neue FMEA-Handbuch setzt einen länder- und branchenübergreifenden Standard. Nach Freigabe durch das Quality Steering Committee (QSC) der AIAG am 2. April 2019 und dem Qualitätsmanagement Ausschuss (QMA) des VDA am 8. Mai 2019 erfolgt die Veröffentlichung des neuen Leitfadens im Juni 2019.


    Erstmals veröffentlichen das Qualitäts Management Center (QMC) im Verband der Automobilindustrie (VDA) und die amerikanische Automotive Industry Action Group (AIAG), mit Beteiligung der SAE International, einen gemeinsamen FMEA-Standard. Im Prozess der Entwicklung der neuen Methode zur FMEA wurde die AIAG durch das SAE Institut unterstützt. Die Fehler-Möglichkeits- und -Einfluss-Analyse, kurz FMEA, dient zur Fehlervermeidung.



    AIAG- und VDA-FMEA-Handbuch Der neue Standard (Quelle VDA)


    Außer den zum Teil bereits bekannten Verbesserungen und Standardisierungen der Bewertungstabellen, verfolgt das neue Handbuch einen neuen Sieben-Schritt-Ansatz in der FMEA.

    7 Schritte Ansatz

    Seit 2010 brauchen Mitarbeiter für jede Reise ins EU-Ausland eine A1-Bescheinigung – doch erst seit Kurzem wird kontrolliert. Welche Strafen drohen und wie Arbeitgeber die Entsendebescheinigung beantragen.

    Zu beachten, dass dies auch für Selbständige gilt.


    Dies ist keine neue Regelung. Die EU-Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über soziale Sicherheit gilt seit 1. Mai 2010. Sie koordiniert die Sozialversicherungssysteme der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Sie gilt für alle EU-Länder, außerdem für Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Seit diese Verordnung in Kraft getreten ist, muss jeder, der in einem EU-Mitgliedsstaat vorübergehend einer Beschäftigung nachgeht, eine sogenannte A1-Bescheinigung mitführen – und zwar egal, wie lange er dort tätig ist.

    Ob für ein Meeting, Messebesuche oder auch nur ein kurzes Hallo, sobald es dienstlich ist.


    Beispiel:

    Österreich verhängt bei fehlenden A1-Bescheinigungen Bußgelder zwischen 1000 und 10.000 Euro – sowohl gegen das Unternehmen als auch gegen den Mitarbeiter.

    Frankreich verlangt pro fehlender A1-Bescheinigung ein Bußgeld von 3000 Euro vom Mitarbeiter.


    Den Artikel finden Sie hier:

    Entsendebescheinigung . Was tun?


    Quelle: impuls.de

    Das Forum Qualitätswesen.de/com hat ein neues Layout bekommen und ist aktualisiert auf einer neuen Version.


    Zusätzlich wurde eine Lizenz käuflich erworben.


    Die Struktur ist erneuert und Übersichtlicher gestaltet.


    Eine neue Rubrik "Microsoft Office Lösungen und Tips" wurde eröffnet.


    Fehlerhafte Links und Weiterleitungen wurden beseitigt.


    Wir hoffen jetzt Euren Tips und Hinweisen umgesetzt zu haben und freuen uns auf ein regen Meinungsaustausch.

    Im Auftrag eines Mandanten suchen wir:



    Leiter der Qualitätsabteilung (m/w)


    Seit vielen Jahren fertigt unser Mandant in mehreren Werken in Deutschland sowie im Ausland technisch
    anspruchsvolle Kunststoffteile für die Kfz-Industrie. Die Kunden sind alle namhaften Automobilhersteller und einige weitere Zulieferfirmen.


    Für das Werk in Thüringen, bei Eisenach, sucht dieser nun zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n)


    Leiter der Qualitätsabteilung (m/w)


    Ihre Aufgaben:
    • Gesamtverantwortliche strategische und operative Leitung des Qualitätsmanagements am Standort und enge Zusammenarbeit mit den anderen Werken.


    • Regelmäßiges Reporting bezüglich des Qualitätsniveaus an die Werksleitung und dem
    Zentralen Management im Hauptstandort (Direktor Quality)


    • Koordination, Überwachung und Implementierung qualitätssichernder Maßnahmen und Analyse sowie Korrektur der qualitätsrelevanten Schwachstellen


    • Kontinuierliche Verbesserung der qualitativen Standards und Weiterentwicklung der Null-
    Fehler-Strategie


    • Hauptansprechpartner für alle qualitätsseitigen Kundenbelange mit dem Ziel der Einleitung und Überwachung von Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit.


    • Verantwortlich für die Planung, Initiierung und Leitung von internen Qualitätsprojekten


    • Durchführung und Dokumentation von Audits sowie Prozessanalysen


    • Planung und Durchführung von Schulungsmaßnahmen bezüglich des Qualitäts-
    managements


    Ihr Profil:
    • Abgeschlossenes ingenieurwissenschaftliches Studium oder vergleichbare technische Ausbildung mit mehrjähriger relevanter Berufserfahrung in der Automobilindustrie.
    Gerne geben wir auch Bewerbern aus der zweiten Reihe mit einer Ausbildung als Qualität- Ingenieur eine Chance
    • Kenntnisse im Elastomer (Gummi), idealerweise in der Herstellung von Elastomerprodukten für die Automobilindustrie.
    • Fundierte Kenntnisse über die einschlägigen Qualitätsnormen, -prozesse und –methoden
    wie IATF 16949, VDA 6.3, FMEA, 8D, Problemlösungsmethoden usw.
    • Kenntnisse über Kundenspezifische Forderungen mit den Kunden VW, BMW, Daimler und anderen OEM
    • Strategischer Weitblick zur Identifikation von Optimierungspotenzialen und zur
    Implementierung von Verbesserungsprozessen
    • Starke Führungspersönlichkeit mit Teamplayer-Qualitäten und einem hohen Maß an
    Kennzahlenorientierung und Durchsetzungsvermögen.


    Wenn Sie nun eine leistungsorientierte Vergütung sowie gute Entwicklungsmöglichkeiten in einem dynamischen und zukunftsorientierten Unternehmen suchen, dann senden Sie doch bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen – ausschließlich per Mail - unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung und Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins per PN Nachricht.

    Die IATF 16949:2016 ist nur noch ausschließlich gemeinsam mit der ISO 9001:2015 zertifizierbar. Bei der Umstellung Ihres QMS auf die IATF 16949:2016 ergeben sich daher eine Vielzahl an Änderungen, die Sie berücksichtigen müssen. Da sich beide Normen (ISO 9001 & IATF 16949) in ihrer grundsätzlichen Struktur und ihrem Aufbau geändert haben, soll Ihnen das Glossar helfen.



    Glossar IATF 16949


    Dieses Glossar wurde erstellt von Unternehmensberater und QZ-Autor
    Dipl.-Physiker Marek Emil Dziwetzki.
    info@demquality.de
    http://www.demquality.de

    Wissenswerte Neuerungen und Änderungen


    QMS effectiveness.


    Die oberste Leitung trägt künftig mehr Verantwortung für ihr Qualitätsmanagementsystem (QMS). Bei der IATF 16949:2016 wird die Unternehmensleitung stärker in die Pflicht genommen, selbst für die Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit des QMS zu sorgen. Führungskräfte sollen in ihrer Führungsrolle für das QMS gestärkt werden, damit alle Mitarbeiter eines Unternehmens sinnvoll ihren Beitrag für die Wirksamkeit des QMS leisten können.


    Quality is the Key.


    Die offizielle Benennung eines QM-Beauftragten (auch BdoL = Beauftragter der obersten Leitung) wird von der IATF 16949:2016 nicht mehr gefordert. Die bisherigen Aufgaben eines QM-Verantwortlichen bleiben natürlich bestehen. Die Festlegung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnissen sollen künftig für ein funktionierendes QMS sorgen. Dadurch erhöht sich die Fürsorgepflicht für das QMS auch für die oberste Leitung eines Unternehmens.


    Risk Analysis


    Das Thema Risikoanalysen erhält einen höheren Stellenwert im QMS. Die IATF 16949:2016 fordert einen systematischen Umgang mit Risiken im Rahmen eines unternehmensübergreifenden „risikobasierten Ansatzes“. Bekannte Qualitätswerkzeuge wie die FMEA oder SWOT-Analyse bieten Möglichkeiten, dieser Forderung nachzukommen. VDA Automotive SPICE® und CMMI helfen im Bereich Software Assessment. Definierte Vorgehensweisen zum Thema Funktionale Sicherheit von Produkten sind in Normen wie der ISO 26262 hinterlegt.


    Information & Traceability.


    Die Möglichkeiten zur Gestaltung der QM-Dokumentation werden individueller. Die IATF 16949:2016 passt sich heutigen Unternehmensrealitäten an, in denen Dokumentationen häufig bereits EDV- oder webbasiert abgebildet werden. Die bisherigen Begriffe „Dokumente“ und „Aufzeichnungen“ werden zu „dokumentierte Informationen“ zusammengefasst. Produktrückverfolgbarkeit zur Eingrenzung von Fehlern und zur Nachweisführung der Wirksamkeit von Prozessen ist ebenfalls Schlüsselelement der neuen Norm. Mit so oder dem Einsatz von PLM-Systemen kann diese Forderung erfüllt werden.


    High Level Structure (HLS)


    Die IATF 16949:2016 wird auf die High Level Structure (HLS) adaptiert. Die HLS ist eine übergeordnete Struktur, die den Aufbau neuer und überarbeiteter ISO-Management-Normen vereinheitlichen soll. Sie besteht aus zehn Abschnitten. Alle großen Management-Normen teilen sich zukünftig diese Struktur (z.B. ISO 14001, ISO 9001 usw.). Die Integration von verschiedenen Normen im Unternehmen wird einfacher, da sie einheitlich auf der HLS basieren. Ergänzender Hinweis: Die IATF 16949:2016 kann nicht mehr als „Stand-Alone“ Standard zertifiziert werden, sondern nur noch im Verbund mit ISO 9001:2015.


    Process Orientation


    Der bislang prozessorientierte Ansatz des QMS wird in der IATF 16949:2016 noch weiter verstärkt, die Anforderungen in einem eigenen Unterkapitel sogar spezifiziert. Prozesseingaben (Inputs) und Prozessergebnisse (Outputs) müssen festgelegt werden. Die Messung von Leistungsindikatoren (Kennzahlen) oder die Festlegung von Verantwortlichkeiten sind künftig vorgegeben. Im Fokus stehen unter anderem Produkte mit integrierter Software und das Management des Gewährleistungsprozesses (NTF – no trouble found).


    Corporate Reponsibility


    Das Qualitätsmanagement muss in die strategische Ausrichtung des Unternehmens eingebunden werden – Stichwort „Corporate Reponsibility“ (bzw. Unternehmensverantwortung). Die Geschäftsführung hat sicherzustellen, dass Qualitätspolitik und Qualitätsziele mit der strategischen Ausrichtung und dem Kontext des Unternehmens vereinbar sind. Corporate Responsibility im Sinne der IATF 16949:2016, bedeutet die Festlegung von nachfolgenden Grundsätzen: Eine Antikorruptionspolitik, einen Verhaltenskodex für Mitarbeiter und eine Ethik-Eskalationspolitik (engl.: whistleblowing policy).



    Communication & Knowledge Management


    Die neue Norm fordert die Ermittlung, Steuerung und Kommunikation des im Unternehmen vorhandenen Wissens (Wissensmanagement). Es muss künftig aufrechterhalten und vermittelt werden. Dies fordert die ISO 9001:2015 mit einem eigenen Normpunkt. (Ergänzender Hinweis: Die IATF 16949:2016 kann nicht mehr als „Stand-Alone“ Standard zertifiziert werden, sondern nur noch im Verbund mit ISO 9001:2015.) Geeignete Plattformen zur Wissenserhaltung und Wissenskommunikation müssen definiert werden. Softwaregestützte Lösungen bieten sich an, diese Forderung zu erfüllen. Informations-Management-Systeme (IMS), Content-Management-Systeme (CMS) oder Dokumenten-Management Systeme (DMS) können als Wissens-Management-Systeme eingesetzt werden.


    Stakeholder


    Das Umfeld (Kontext) der Organisation muss umfassender betrachtet werden. Bei der IATF 16949:2016 sind die Belange der unterschiedlichen Interessensgruppen (Stakeholder) wie z.B. Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Geschäfts- und Finanzpartner, Behörden etc. zu berücksichtigen, zu bewerten und zu überwachen. So stehen unter anderem auch die Beziehungen zu Unterlieferanten und externen Partnern im Fokus dieser neuen Norm.


    Quelle : QAS Company kompletter Text

    Zeitvorgaben für den Übergang


    Die IATF hat folgende Zeitvorgaben für den Übergang (Transition) auf die neue IATF 16949 vorgegeben:


    ◾Alle ISO/TS 16949:2009-Zertifikate verlieren nach dem 14. September 2018 ihre Gültigkeit


    ◾Nach dem 1. Oktober 2017 dürfen keine Audits (Erstzertifizierungen, Überwachungs-, Rezertifizierungs- oder Transferaudits) nach der ISO/TS 16949:2009 mehr durchgeführt werden.


    ◾Ursprünglich hatte die IATF die Möglichkeit offen gelassen, ein Transition Audit außerhalb des regulären Überwachungs- und Rezertifizierungsaudits durchzuführen (Option 2 der IATF Präsentation zur Transition, April 2016). Diese Option steht nicht mehr zur Verfügung.


    ◾Das Transition Audit muss im Rahmen des laufenden Auditzyklus (also zum Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudit) gemäß den Zeitvorgaben (IATF Rules 5.1.1.) stattfinden.


    ◾In dem "Transition Strategy" Dokument weist die IATF ausdrücklich darauf hin, dass ein Transfer zu einem neuen Zertifizierer nicht zeitgleich mit dem Transition Audit erlaubt ist.


    ◾Bei Transition Audits, die erst kurz vor dem 14. September 2018 durchgeführt werden, muss damit gerechnet werden, dass bis zu 120 Tage kein gültiges Zertifikat vorliegen wird. Das neue IATF 16949-Zertifikat wird gemäß den Vorgaben erst nach Schließung aller Abweichungen erstellt.



    Anforderungen für das Transition Audit


    Die IATF hat bekannt gegeben, dass die Anzahl der Tage für das Transition Audit dem Aufwand eines Rezertifizierungsaudits gemäß den IATF Rules, Tabelle 5.2 entsprechen muss. Die ursprüngliche Kommunikation der IATF vom April 2016 hatte einen Zusatzaufwand von 0,5 bis 1,0 Tag für das Transition Audit vorgegeben. Diese Anforderung wurde durch folgende Regelung ersetzt:


    ◾Eine Dokumentenprüfung off-site muss vor dem Transition Audit durchgeführt werden. Diese Dokumentenprüfung muss mindestens die QMS Dokumentationen (z.B. Handbuch und Prozesse) einschließen sowie Nachweise zur Einhaltung der IATF 16949 Anforderungen enthalten.


    ◾Sollte der Kunde die für eine off-site Dokumentenprüfung erforderlichen Unterlagen nicht zur Verfügung stellen, muss der Auditplan für das Transition Audit mindestens einen Mehraufwand von 0,5 Tag on-site zur Prüfung der fehlenden Unterlagen enthalten.


    ◾Diese zusätzlichen, mindestens 0,5 Tage müssen vor dem Vorgespräch zum Transition Audit durchgeführt werden, das nach den IATF Vorgaben erforderlich ist.


    Transition Audit Anforderungen für Unterstützungsfunktionen


    ◾Das "Transition Strategy" Dokument weist daraufhin, dass alle Unterstützungsfunktionen (on-site oder Remote) im Transition Prozess gemäß dem laufenden ISO/TS 16949:2009-Zyklus beinhaltet sein müssen.


    ◾Das Vorgabedokument empfiehlt, dass das Transition Audit für Unterstützungsfunktionen vor dem eigentlichen Transition Audit des produzierenden Standortes durchgeführt werden soll.


    ◾Das "Transition Strategy" Dokument verweist auf "Ausnahmefälle" für Unterstützungsfunktionen. In solchen Fällen, in denen die Unterstützungsfunktion nicht in der Lage ist, die Transition zur IATF 16949 vor dem Audit des relevanten Produktionsstandortes durchzuführen, muss der Kunde eine GAP-Analyse gemäß den Anforderungen der IATF 16949 durchführen. Diese GAP-Analyse und zugehörige detaillierte Maßnahmenpläne müssen im Transition Audit des relevanten Produktionsstandorts verfügbar sein.


    ◾Steht die GAP-Analyse und der zugehörige Maßnahmenplan im Transition Audit des Produktionsstandortes nicht zur Verfügung, muss das Audit als „failed“ bewertet werden; entsprechend muss an diesem Standort ein vollumfängliches Erstzertifizierungsaudit durchgeführt werden.


    Fragen und Unterstützung zur Transition
    ML.Produktion

    Auditor und Qualitätsmanager (Auslandszertifizierungen)
    mit sehr guten Refferenzen
    Auditiert Intern nach DIN EN ISO 9001-2015, ISO TS 16949, VDA 6.3.


    Ein kleiner Auszug aus meinem Leistungsspektrum:


    - Unterstützung bei der Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems


    - Überarbeitung Ihres bestehenden Systems
    - Interne Audits
    - Total-Quality-Management "TQM"
    - Prozessoptimierung
    - Lieferanten



    -Interim Management


    Einsatzgebiete:
    USA, Europa, China


    Hilfestellung auch bei QS-Schulungen, Qualitätsproblemen, Auditvorbereitungen,Re-Zertifizierungen, usw...


    Bundesweit
    ML.Produktion

    Die deutsche Version der ISO 9001:2015 wurde im November 2015 veröffentlicht. Die Übergangsfrist beträgt drei Jahre. Damit muss der Umstieg aller deutschen ISO 9001:2008 Zertifikate bis November 2018 erfolgt sein. Das ISO 9001:2008 Zertifikat verliert ab November 2018 seine Gültigkeit.


    Die aktuelle EN ISO 9001 wurde im Jahr 2015 überarbeitet (EN ISO 9001:2015-09).


    Als „Amendment“ tituliert, handelt es sich dabei um keine größere Änderung, sondern meist um Klarstellungen (etwa durch Wortwahl „gesetzliche und behördliche Anforderungen“, Definition „ausgegliederter Prozess“, Wortwahl „Kompetenz“ statt „Schulung“, Einführung des Begriffs „Risiko“ in der Einleitung).


    Die bisherige Struktur der ISO 9001 enthält acht Kapitel. Mit der Revision der ISO 9001 gibt es eine komplett neue Kapitelstruktur - die so genannte “High Level Structure” - welche in zehn Hauptkapitel unterteilt ist:


    1. Anwendungsbereich
    2. Normative Verweise
    3. Begriffe
    4 Kontext der Organisation
    4.1 Verstehen der Organisation und ihres Kontextes
    4.2 Verstehen der Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien
    4.3 Festlegen des Anwendungsbereichs des Qualitätsmanagementsystems
    4.4 Qualitätsmanagementsystem und dessen Prozesse
    5. Führung
    5.1 Führung und Verpflichtung
    5.1.1 Allgemeines
    5.1.2 Kundenorientierung
    5.2 Qualitätspolitik
    5.3 Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse in der Organisation
    6 Planung für das Qualitätsmanagementsystem
    6.1 Maßnahmen zum Umgang mit Risiken und Chancen
    6.2 Qualitätsziele und Planung zur deren Erreichung
    6.3 Planung von Änderungen
    7. Unterstützung [Support]
    7.1 Ressourcen
    7.1.1 Allgemeines
    7.1.2 Personen
    7.1.3 Infrastruktur
    7.1.4 Umgebung zur Durchführung von Prozessen
    7.1.5 Ressourcen zur Überwachung und Messung
    7.1.6 Wissen der Organisation
    7.2 Kompetenz
    7.3 Bewusstsein
    7.4 Kommunikation
    7.5 Dokumentierte Information
    7.5.1 Allgemeines
    7.5.2 Erstellung und Aktualisierung
    7.5.3 Lenkung dokumentierter Information
    8 Betrieb [Operation]
    8.1 Betriebliche Planung und Steuerung
    8.2 Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen
    8.2.1 Kommunikation mit den Kunden
    8.2.2 Bestimmen von Anforderungen in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen
    8.2.3 Überprüfung von Anforderungen in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen
    8.2.4 Änderungen von Anforderungen in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen
    8.3 Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen
    8.3.1 Allgemeines
    8.3.2 Entwicklungsplanung
    8.3.3 Entwicklungseingaben
    8.3.4 Steuerungsmaßnahmen für die Entwicklung
    8.3.5 Entwicklungsergebnisse
    8.3.6 Entwicklungsänderungen
    8.4 Steuerung von externen bereitgestellten Prozessen, Produkten und Dienstleistungen
    8.4.1 Allgemeines
    8.4.2 Art und Umfang der Steuerung
    8.4.3 Informationen für externe Anbieter
    8.5 Produktion und Dienstleistungserbringung
    8.5.1 Steuerung der Produktion und der Dienstleistungserbringung
    8.5.2 Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit
    8.5.3 Eigentum der Kunden oder der externen Anbieter
    8.5.4 Erhaltung
    8.5.5 Tätigkeiten nach der Lieferung
    8.5.6 Überwachung von Änderungen
    8.6 Freigabe von Produkten und Dienstleistungen
    8.7 Steuerung nichtkonformer Prozessergebnisse, Produkte und Dienstleistungen
    9 Bewertung der Leistung
    9.1 Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung
    9.1.1 Allgemeines
    9.1.2 Kundenzufriedenheit
    9.1.3 Analyse und Beurteilung
    9.2 Internes Audit
    9.3 Managementbewertung
    9.3.1 Allgemeines
    9.3.2 Eingaben für die Managementbewertung
    9.3.3 Ergebnisse der Managementbewertung
    10 Verbesserung
    10.1 Allgemeines
    10.2 Nichtkonformität und Korrekturmaßnahmen
    10.3 Fortlaufende Verbesserung


    Die neue Norm orientiert sich am PDCA-Zyklus:


    Plan: Kapitel 4: Das Umfeld der Organisation; Kapitel 5: Führungsverhalten; Kapitel 6: Planung; Kapitel 7: Unterstützung


    Do: Kapitel 8: Durchführung


    Check: Kapitel 9: Bewertung der Leistung


    Act: Kapitel 10: Verbesserung



    Ihnen fehlt noch eine detaillierte Übersicht zur neuen ISO 9001:2015?
    Speziell für Sie hat der TÜV Süd eine Landkarte entwickelt, die den PDCA-Zyklus und die einzelnen Kapitel der DIN EN ISO 9001:2015 im Überblick darstellt.
    ISO 9001:2015 Landkarte

    Zeitaufwand ist kein Vermögensschaden.


    Die Abwicklung eines Schadens gehört zum eigenen Pflichtenkreis des Geschädigten gehört, dies sagt das BGH ganz deutlich.


    Die übliche Thematik beschäftigt uns alle hier.


    Kunde zeigt in der Beanstandung Reklamationsbearbeitungskosten, bzw. Aufwände, für Korrespondenz, Telefonkonferenzen ect. an.


    Nach der Rechtsprechung des BGH sind in solchen Fällen Eigenkosten des Geschädigten zwar im Rahmen der unmittelbaren Schadensbeseitigung ersatzfähig. Dies gilt jedoch nach ständiger Rechtsprechung nicht, bzw. nur eingeschränkt für Kosten hinsichtlich der Feststellung und Abwicklung des Schadens, da dies zu einer Ausweitung des Begriffs des mittelbaren Schadens führen würde (BGH, NJW 1969, 1109; NJW, 1977, 35; OLG Düsseldorf, IBR 2001, 322). Insofern kommt es darauf an, ob die eigenen Mitarbeiter des Geschädigten unmittelbar an der Schadensbeseitigung beteiligt sind oder sich die Tätigkeiten nur auf die Feststellung und Abwicklung des Schadens beziehen. Hinsichtlich des Schadenersatzes für Leistungen der zweiten Kategorie besagt die Rechtsprechung des BGH Folgendes:


    „Nach der Verkehrsanschauung kann vom Unternehmen kein Ersatz verlangt werden, wenn die Arbeitszeit für eine gewinnbringende Tätigkeit hätte verwandt werden können. Der Verkehr rechnet eine Müheverwaltung, wie bei Feststellung der Ursachen und bei der Abwicklung eines Schadensfalles, mag dieser auch durch einen Dritten herbeigeführt sein, zum eigenen Pflichtenkreis des Geschädigten. Es ist nicht einzusehen, dass größere Unternehmen oder Behörden nur deshalb, weil sie gezwungen sind, als ihren verlängerten Arm eigenes Personal für ihre Verwaltung zu halten, gegenüber dem Unternehmen besser gestellt werden sollten“.


    Allgemein gilt, dass die Zeit, die der Geschädigte zur Abwicklung des Schadensfalles aufwendet, keinen ersatzfähigen Vermögensschaden darstellt (vgl. Palandt vor § 249 BGB, Rdnr. 38 m.w.N.).


    Hierzu auch:BGH, 28.02.1969 - II ZR 154/67


    Original Urteil


    Eine weitere Begründung dafür, dass die Pauschale dem Grunde nach nicht gerechtfertigt ist, ergibt sich aus der Rechtsprechung des BGH (BGHZ Band 66,S. 112 ff.), wo es heißt, dass „von den Berechtigten übliche persönliche Bemühungen um die Erlangung des geschuldeten Ersatzes ohne besondere Entschädigung erbracht werden müssen“. Bei dem vom Kunden in Rechnung gestellten Aufwand
    handelt es sich um derartige übliche Eigenbemühungen, deren Kosten Sie nicht an Ihre Lieferanten weitergeben können – jedenfalls auch nicht im Form von AGB. Zumindest
    sind die Kosten für ein Mängelrügeschreiben üblicherweise selbst zu tragen.
    (sehen Sie hierzu auch den Artikel im Forum "Kostenpauschalen"


    Bitte beachten Sie, das hier Juristischer Rat mit einbezogen werden sollte und dies keine Rechtsauskunft ist sondern ein Hinweis.

    Portale


    Generalisten:
    Jobsintown
    Kalaydo
    Jobware
    Stepstone
    Stellenmarkt
    Spezialisten:
    Jobsuma
    Jobsterne
    iCjobs
    Kimeta
    CESAR
    Jobsuchmaschinen:
    Hotelcareer
    ictjob
    IT-Treff
    Jobvector
    Yourfirm

    Die Vereinigung führender Automobilhersteller IATF (International Automotive Task Force) überarbeitet derzeit die ISO/TS 16949-Regeln für Zertifizierer. Die meisten Regeln betreffen ausschließlich Zertifizierungsunternehmen, einige Änderungen werden jedoch direkte Auswirkungen auf deren Kunden haben. Die bereits bekannten Neuerungen stellen erhöhte Anforderungen an zertifizierte Unternehmen.


    Die Revision der ISO/TS 16949 bringt wesentliche Änderungen mit sich:


    •Die sogenannte "High Level Structure" der neuen ISO 9001:2015 wird übernommen


    •Auch die Anforderungen der ISO 9001:2015 sind Bestandteil der neuen ISO/TS 16949:2016


    •Die zusätzlichen branchenspezifischen Kriterien werden neu definiert



    Wichtige voraussichtliche Änderungen für zertifizierte Unternehmen


    Anforderungen an sicherheitsrelevante Teile und Verfahren
    •Verbesserte Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit von Produkten zur Unterstützung der neuesten regulatorischen Änderungen
    •Anforderungen an Produkte mit eingebetteter Software
    •Gewährleistungsmanagement-Prozess einschließlich NTF-Prozess (No-Trouble-Found) und Orientierungshilfen für die Automobilindustrie
    •Klärung der Anforderungen an das Management von Unterlieferanten und den Entwicklungsprozess
    •Aufnahme von Anforderungen an die Unternehmensverantwortung



    Die Entscheidung der IATF aus dem Jahr 2014 zurückgenommen, dass verlängerte Werkbänke als eigenständige Standorte zertifiziert werden müssen; die Kriterien für die Anwendbarkeit dieser Zertifizierungsvariante werden allerdings präziser und umfangreicher.


    •Bearbeitung von Abweichungen:


    Bisher hatten Unternehmen 90 Tage Zeit, im Audit festgestellte Abweichungen abzuarbeiten.
    Künftig wird verstärkt Wert darauf gelegt, dass Abweichungen unmittelbar und vor allem vollständig bearbeitet werden. Dazu gehört eine tiefgehende Ermittlung der Ursachen (mit geeigneten Methoden), Korrekturmaßnahmen, Ursachen Ermittlung und deren vollständige Umsetzung sowie die Verifizierung der Effektivität dieser umgesetzten Maßnahmen.
    Vermutlich ähnlich der 8D-Disziplin


    Der TÜV SÜD hat die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit dieser Zertifizierungsvariante in einem Factsheet kurz für Sie zusammengefasst. Um sicherzustellen, dass sich Ihre Unternehmensstruktur für diese Variante eignet, prüfen Sie bitte, ob alle Kriterien erfüllt sind.


    Factsheet deutsch


    Zeitplan


    Termin für die Fertigstellung der neuen ISO/TS 16949 ist geplant im Oktober und soll als ISO TS 16949:2016 erscheinen.

    LG-Urteil zur Untersuchungspflicht eines Zwischenhändlers
    LG Duisburg, Urteil vom 18.11.2010 | 21 O 66/08


    Die Klägerin des Verfahrens ist Zulieferer für Hersteller von Nutzfahrzeugen und bezog von der Beklagten als Zwischenhändlerin für die Herstellung ihrer Produkte Stahlerzeugnisse. Zwischen den Parteien wurde eine Rahmenvereinbarung geschlossen. In der Rahmenvereinbarung wurde betont, dass die Klägerin als Zulieferer der Automobilindustrie besonderen Wert auf hohe Qualität und zuverlässige Belieferung legt und die Beklagte auch unter Beachtung der anspruchsvollen Leistungs-, Qualitäts- und Terminanforderungen ausgewählt habe. In der Folge lieferte die Beklagte Stahlerzeugnisse an die Klägerin, welche von dieser weiterverarbeitet wurden. Nachdem diese Teile auch vom Endhersteller in LKW eingebaut und ausgeliefert wurden, stellte sich heraus, dass die von der Beklagten gelieferten Stahlerzeugnisse nicht der vereinbarten Güte entsprachen. Infolgedessen wurden vom Hersteller 113 LKW zurückgerufen. Die Klägerin hat die ihr belasteten Kosten mit der Klage gegen die Beklagte geltend gemacht.


    Neben verschiedenen anderen interessanten Erwägungen hat sich das Landgericht Duisburg insbesondere mit der Frage auseinandersetzen müssen, inwiefern Zwischenhändler zu einer eigenen Wareneingangsprüfung verpflichtet sind. Das Gericht bestätigt insoweit zunächst die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach Zwischenhändler nicht zu einer eigenen Wareneingangsprüfung von Waren verpflichtet sind. Im Folgenden setzte sich das Gericht mit der Frage auseinander, ob im Rahmenvertrag festgelegte besondere Sorgfaltsanforderungen dazu führen können, dass ein Zwischenhändler entgegen diesem Grundsatz die Ware einer Wareneingangsprüfungspflicht zu unterziehen hat. Das Gericht verneinte dies. Die festgelegten
    Sorgfaltsanforderungen können nur in der Weise ausgelegt werden, dass die Beklagte als Zwischenhändlerin die Lieferungen besonders sorgfältig überwachen und termingerecht liefern sollte. Eine eigene Verpflichtung zur Wareneingangsprüfung ergibt sich nicht aus diesen besonderen Anforderungen und hätte gesondert vereinbart werden müssen.


    Fazit:
    Der Besteller oder Käufer einer Ware muss als Kaufmann die gelieferte Ware unverzüglich, d.h. grundsätzlich bei Ablieferung untersuchen, ob sie frei von offensichtlichen, leicht erkennbaren Mängeln ist. Stellt er Mängel fest, muss er diese sofort, d.h. innerhalb von 2 bis 3 Tagen, dem Lieferanten melden, um seine Gewährleistungsansprüche aus dem Kauf- oder Werkvertrag geltend machen zu können. Kommt er Untersuchungspflicht bzw. der sofortigen Rügepflicht nicht nach, so gilt die Ware trotz Fehlern als mangelfrei und der Besteller/Käufer hat keinerlei Ansprüche gegen den Lieferanten/Verkäufer.
    Wegen einer fehlenden eigenen Wareneingangsprüfungspflicht kann auch nicht geltend gemacht werden, dass Fehler im Rahmen einer solchen Untersuchung hätten entdeckt werden können, dies auch dann nicht, wenn erhöhte Qualitätsanforderungen besonders hervorgehoben werden. Soweit Zulieferer Vorprodukte von Zwischenhändlern beziehen, sind sie daher verpflichtet, entweder eine Untersuchungspflicht des Zulieferers gesondert zu vereinbaren oder aber die eigene Wareneingangsprüfung hierauf auszurichten.

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    Vielleicht machen wir auch eine Abarbeitung im Form eines 8D-Reportes?


    Verbesserungsvorschläge und ähnliches bitte in der anderen Rubrik.




    Danke Euer Qualitätswesen Team

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